Wild und Jagd
Jagd und Wild geben bei Augarten oft die Motive ab für Figuren und Dekore auf Servicen und Vasen.
Obwohl dieses Thema nicht meinen Interessensschwerpunkt bildet, mögen die folgenden Objekte doch einen kleinen Überblick liefern.
Eine der ersten Figuren nach Eröffnung der Manufaktur Augarten war der Hirsch, Nr. 1501. Es wird ein vom Schuss getroffener Hirsch dargestellt.
Ebenfalls ein früher Entwurf ist dieser junge Jäger.
Ein Beispiel für Wilddekore ist dieses kleine Mokkaservice. Es werden verschiedene Wildköpfe mit Tannenbruch dargestellt, laut einem Augarten-Prospekt ein Entwurf aus der Zeit um 1929.
Die in dem Prospekt angegebenen Dekornummern stimmen nicht ganz mit jenen auf meinem Service überein.
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Dekornr. lt. Prospekt |
Dekornr. auf den Stücken |
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| Hirsch |
5824/A |
5824/5825 |
| Gemse |
5824/C |
5826 |
| Rehbock |
5824/B |
5825 |
| Steinbock |
5824/D |
5939 |
Vermutlich hat man die verwirrende Nummerierung vereinfacht, indem man eine Nummer als Basisnummer ausgewählt und die einzelnen Motive mit einem Buchstaben gekennzeichnet hat.
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Ganz anders hat Hubert Weidinger das Thema Jagd verarbeitet. Er stellt die Tiere in der Natur dar. Der weiche Sepia-Farbton passt gut zu den klassischen Formen des Services Nr. 01.
Als Beispiel hier eine Kaffeetasse mit dem Motiv “Wildschwein” (6710/C).
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Auch hier hat man nur eine Dekornummer mit Buchstabenzusatz für die einzelnen Motive gewählt.
Auch der Likörkanne, die in den 1930er Jahren von Leopold Carl Müller entworfen wurde, steht der Dekor von Hubert Weidinger gut.
Es handelt sich um das Motiv “Auerhahn”, Dekornummer 6710/G.
Der Hl. Hubertus darf als Schutzheiliger der Jäger natürlich nicht fehlen. Leider fehlt dieser Figur die Armbrust.
Sogar auf einem Anhänger ist eine Darstellung des Hl. Hubertus zu finden. Es wird eine Szene aus der Legende um Hubertus und den weißen Hirsch dargestellt. Als Dekornummer ist 6061 angegeben.
Ein weiterer Anhänger ist auch interessant. Er trägt in der Mitte das Emblem des Vereins “Grünes Kreuz”. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Not geratene Jäger zu unterstüzen, aber er macht sich auch um seinen Einsatz im Bereich des Wild- und Naturschutzes verdient. Jedes Jahr findet in Wien in der Hofburg der “Ball vom Grünen Kreuz” statt. Möglicherweise wurde dieser Anhänger bei einem solchen Ball als Damenspende den Damen zum Präsent gemacht.
Außer der Augartenmarke gibt es keine weiteren Bezeichnungen auf dem Anhänger. Auf Vasen und anderen kleinen Ziergegenständen kann man das Grüne Kreuz auch manchmal sehen.
Sehr elegant wirkt der Dekor 6017, wo ein weißer Hund neben einem in Gold gehaltenen Hirsch läuft. Das Motiv wird ergänzt durch einen stilisierten Blätterdekor.
Ziergegenstände wie diese Dose erhalten eine besondere Note mit diesem Dekor.
Die folgende Vase zeigt ein sehr ähnliches Motiv. Es ist der Dekor Nr. 6436 von Edwin Breideneichen.
Zum Abschluss noch etwas besonders Nettes: die Geschichte vom furchtsamen Jäger, die auf der Vase mit der Formnummer 544 dargestellt ist.
Hier die vier Szenen der Geschichte (Dekor 5453).
Der Jäger lief zum Wald hinaus, verkroch sich flink im Jägerhaus. |
Das Häschen spielt im Mondenschein, ihm leuchten froh die Äugelein. |
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