Art deco Mokkatassen
In den Anfangsjahren der Manufaktur entstanden neben den Serviceentwürfen auch einige Entwürfe für Mokkatassen. Man kann zwei Kategorien unterscheiden, jene mit zylindrischem Aufbau und jene mit konischer Form.
Mit der Zuordnung der Formnummern hatte ich einige Probleme, denn manche Tassen tragen keine Formnummer. Bei den konischen Tassen auf drei Füßchen haben, wenn überhaupt, nur die Untertassen Angaben über Form und Dekor.
Etwas unwissenschaftlich ordne ich im Moment die Tassen derart einer Formnummer zu, dass ich die Nummer wähle, die ich am häufigsten auf einer bestimmten Tassenform gefunden habe.
Die Tassen kommen mit unterschiedlichem Dekor vor, von einfacher Fondbemalung über Goldakzenturierung bis zu aufwändigen Dekoren und sogar Innenvergoldung. Die meisten Tassen sind pastellfarbig, es gibt aber auch kräftige Farben.
Bei der Form 07 fiel mir die Zuordnung leicht, denn alle Tassen dieser Form, die ich habe, tragen die gleiche Formnummer.
![]() |
Auch bei der Form 08 ist die Bezeichnung einheitlich. Es ist eine konisch geformte Tasse mit eingezogenem runden Fuß. Ein Reliefband verläuft am unteren Teil des Konus und auf der Untertasse.
![]() |
Form 09 hat eine gerippte Untertasse, die zum Teil auch für Form 11 verwendet worden ist, wie der rosa Unterteller andeutet, wo als Formnummer 09/11 angegeben ist.
![]() |
![]() |
Form 10 ist ähnlich der Form 08, der Stand ist jedoch etwas weiter im Durchmesser und der Schwung vom konischen Teil zum Stand verläuft flacher. Das Reliefband auf Tasse und Untertasse ist etwas einfacher gestaltet als bei Form 08.
![]() |
Form 11 ist eine Mokkatasse auf drei Füßchen. Die Bezeichnung der Tassen (auf der Untertasse) ist jedoch nicht einheitlich. Die Untertasse der abricotfarbenen Tasse gibt als Formnummer 16 an, während auf der früher ausgeführten Tasse mit dem blauen Rand Nr. 11 aufscheint.
![]() |
![]() |
Auch diese gelbe Tasse weist die Formnummer 11 auf. Da sowohl diese Tasse als auch die oben abgebildete Tasse mit dem blauen Rand eine etwas anders geformte Untertasse haben, schließe ich daraus, dass die Untertasse mit dem radial ausgerichteten Rippenmuster ursprünglich für die Tasse Nr. 11 entworfen wurde, aber später durch eine ebenfalls passende Untertasse der Form 16 ersetzt wurde.
![]() |
Insgesamt sind mir bisher in Verbindung mit Mokkatassen der Form 11 drei verschieden geformte Untertassen untergekommen. Als Formnummer ist 11, 16 und 11/16 angegeben.
Das Kaffeeservice Nr. 16 ist ein Entwurf von Michael Powolny. Gab es vielleicht auch ein Mokkaservice dieser Form, aus dem man die Untertassen entlehnt hat? Stammt der Entwurf für die Mokkatasse 11 ebenfalls von Powolny? Oder sollte man einer Tasse aus einer anderen Hand die Untertasse aus dem Powolny-Service zugeteilt haben? Die gerippte Wandung der Tasse 11, die an die Formen der Form 16 erinnert, und die Verwendung der gleichen Untertassen für beide Formen lässt mich vorsichtig vermuten, dass auch Form 11 ein Entwurf von Michael Powolny ist.
Form 12 ist wieder ähnlich den Formen 07, 08 und 10, mit eingezogenem runden Stand, einem gerippten Band oberhalb und einem spitz nach oben gezogenem Henkel.
![]() |
![]() |
Form 13 ist eine zylindrisch geformte Tasse mit spitz auslaufendem Henkel und eingezogenem gerippten Stand. Auch die Bezeichnung dieser Tasse ist unterschiedlich. Da in der Mehrheit jedoch Form 13 vorkommt, ordne ich die Tasse dieser Formnummer zu.
![]() |
![]() |
Die folgende Tasse trägt keine Formnummer. Da sie sehr gut in die Serie der obigen Mokkatassen passt und Nr. 14 eine Lücke bildet, ordne ich sie vorläufig dieser Nummer zu.
![]() |

























26. August 2011 um 21:20
Die Pastellfarben sind soooo schön. Erinnert mich an Lilien-Porzellan, nur edler…..
LG, Alex
26. August 2011 um 21:49
Lustig, dass du das Lilienporzellan erwähnst. Mein nächster Artikel heißt nämlich “Kein Lilienporzellan”. Kommt in den nächsten Tagen.