Frohes Fest!

Verfasst 24. Dezember 2011 von girafebleue
Kategorien: Allgemein

Aus dem Jahr 1931 ist dieser Weihnachtsteller, also bereits 80 Jahre alt.

Wild und Jagd

Verfasst 9. September 2011 von girafebleue
Kategorien: Allgemein

Jagd und Wild geben bei Augarten oft die Motive ab für Figuren und Dekore auf Servicen und Vasen.

Obwohl dieses Thema nicht meinen Interessensschwerpunkt bildet, mögen die folgenden Objekte doch einen kleinen Überblick liefern.

Eine der ersten Figuren nach Eröffnung der Manufaktur Augarten war der Hirsch, Nr. 1501. Es wird ein vom Schuss getroffener Hirsch dargestellt.

Ebenfalls ein früher Entwurf ist dieser junge Jäger.

Ein Beispiel für Wilddekore ist dieses kleine Mokkaservice. Es werden verschiedene Wildköpfe mit Tannenbruch dargestellt, laut einem Augarten-Prospekt ein Entwurf aus der Zeit um 1929.

Die in dem Prospekt angegebenen Dekornummern stimmen nicht ganz mit jenen auf meinem Service überein.

 

Dekornr. lt. Prospekt

Dekornr. auf den Stücken

Hirsch

5824/A

5824/5825

Gemse

5824/C

5826

Rehbock

5824/B

5825

Steinbock

5824/D

5939

Vermutlich hat man die verwirrende Nummerierung vereinfacht, indem man eine Nummer als Basisnummer ausgewählt und die einzelnen Motive mit einem Buchstaben gekennzeichnet hat.

   
   

Ganz anders hat Hubert Weidinger das Thema Jagd verarbeitet. Er stellt die Tiere in der Natur dar. Der weiche Sepia-Farbton passt gut zu den klassischen Formen des Services Nr. 01.

Als Beispiel hier eine Kaffeetasse mit dem Motiv „Wildschwein“ (6710/C).

   

Auch hier hat man nur eine Dekornummer mit Buchstabenzusatz für die einzelnen Motive gewählt.

Auch der Likörkanne, die in den 1930er Jahren von Leopold Carl Müller entworfen wurde, steht der Dekor von Hubert Weidinger gut.

Es handelt sich um das Motiv „Auerhahn“, Dekornummer 6710/G.

Der Hl. Hubertus darf als Schutzheiliger der Jäger natürlich nicht fehlen. Leider fehlt dieser Figur die Armbrust.

Sogar auf einem Anhänger ist eine Darstellung des Hl. Hubertus zu finden. Es wird eine Szene aus der Legende um Hubertus und den weißen Hirsch dargestellt. Als Dekornummer ist 6061 angegeben.

Ein weiterer Anhänger ist auch interessant. Er trägt in der Mitte das Emblem des Vereins „Grünes Kreuz“. Dieser Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Not geratene Jäger zu unterstüzen, aber er macht sich auch um seinen Einsatz im Bereich des Wild- und Naturschutzes verdient. Jedes Jahr findet in Wien in der Hofburg der „Ball vom Grünen Kreuz“ statt. Möglicherweise wurde dieser Anhänger bei einem solchen Ball als Damenspende den Damen zum Präsent gemacht.

Außer der Augartenmarke gibt es keine weiteren Bezeichnungen auf dem Anhänger. Auf Vasen und anderen kleinen Ziergegenständen kann man das Grüne Kreuz auch manchmal sehen.

Sehr elegant wirkt der Dekor 6017, wo ein weißer Hund neben einem in Gold gehaltenen Hirsch läuft. Das Motiv wird ergänzt durch einen stilisierten Blätterdekor.

Ziergegenstände wie diese Dose erhalten eine besondere Note mit diesem Dekor.

 

 

Die folgende Vase zeigt ein sehr ähnliches Motiv. Es ist der Dekor Nr. 6436 von Edwin Breideneichen.

Zum Abschluss noch etwas besonders Nettes: die Geschichte vom furchtsamen Jäger, die auf der Vase mit der Formnummer 544 dargestellt ist.

Hier die vier Szenen der Geschichte (Dekor 5453).

Ein Häschen spielt im Mondenschein, ihm leuchten froh die Äugelein.



Der Jäger furchtsam um sich schaut: „Jetzt gilt es wagen, o mir graut!“

O Jäger, lass die Büchse ruhn, das Tier könnt dir ein Leides tun!

   Der Jäger lief zum Wald hinaus,   verkroch sich flink im Jägerhaus.  Das Häschen spielt im Mondenschein, ihm leuchten froh die Äugelein.  

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Armbanduhren

Verfasst 7. September 2011 von girafebleue
Kategorien: Diverses

Eine Zeitlang gab es auch Armbanduhren bei Augarten. Ob sie noch im Verkaufsprogramm sind, weiß ich nicht. Die Uhren haben ein Zifferblatt aus Porzellan mit der Augarten-Marke. Auch das Lederband ist mit der Marke geprägt.

Meine Lieblingsuhr ist rund und hat ein weißes Zifferblatt. Auf dem Metallgehäuse befindet sich umlaufend ein schwarzes Muster, das an den Hoffmann-Dekor Nr. 5557 angelehnt ist.

Die gleiche Form wirkt mit anderem Dekor völlig anders. Ein breiter goldener Rand rahmt ein Zifferblatt mit dreifärbigem Golddekor ein. Der Entwurf erinnert an das Melonenservice von Josef Hoffmann.

Eine andere Form hat diese kleine elegante Uhr. Das Zifferblatt ist quadratisch und hat als Schmuck eine kleine stilisierte Blume.

Kein Lilienporzellan!

Verfasst 1. September 2011 von girafebleue
Kategorien: Mokkatassen, Ziergegenstände

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Lilienporzellan hat die bunten Service mit den Pastellfarben nicht erfunden. Augarten produziert Service bzw. Mokkatassen in verschiedenen Pastellfarben schon seit den 1930er Jahren.

Leider sind nicht alle Tassen mit einer Dekornummer versehen, sodass es schwierig ist, die Fonddekore zeitlich einzuordnen. Wenn ich einmal davon ausgehe, dass die Dekornummern chronologisch geordnet sind, ist der früheste mir vorliegende Dekor jener mit der Nummer 5392 auf den Tassen der Form 08.

Alle drei Tassen, obwohl verschiedene Farben, tragen die gleiche Dekornummer.

Die Tassen der Form 09 haben die Nummer 5393, sind den vorigen Tassen in der Farbgebung aber sehr ähnlich.

Wieder haben alle Farben dieselbe Nummer.

Etwas später dürfte eine neue Pastellpalette entstanden sein, jene mit der Dekornummer 6360. Sie kommt auf den Formen 01,07 und 11 vor.

Während ich bei den vorgenannten Modellen nur jeweils eine Dekornummer pro Form kenne, liegen mir für die Tassen des Melonenservices, das am längsten produziert wurde und auch heute noch erhältlich ist, mehrere Dekornummern vor.

Die früheste ist 5492, eine Tasse mit grünem Vollfond. Die Untertasse ist auf der Oberseite bemalt. Links daneben steht eine etwas dünklere Tasse mit der Nummer 5541.

Alle drei folgenden Untertassen tragen die Nummer 5492. Sie wirken leicht matt, nicht so glänzend wie die neueren Tassen.

Die älteren Tassen erkennt man auch daran, dass die Untertassen auf der Oberseite bemalt sind, während die späteren Tassen an der Unterseite den Dekor tragen. Das folgende Bild zeigt vier Tassen mit verschiedenen Dekornummern: gelb 5538, blau 5540, rosa 6447, beige 6572. Ob es sich dabei um drei verschiedene Farbreihen für die Melonentassen handelt?

Die lindgrüne Tassen auf dem nächsten Bild hat die Nummer 6583, die rostrote 6597. Da die beiden Nummern so nahe beieinander liegen, könnte es sich um eine Farbreihe handeln.

Die späteren Tassen sind an der Unterseite dekoriert, hier in den Farben lindgrün (7009), rosa (7001), blau (7002) und gelb (7006).

Hier noch eine violett-gestreifte Tasse mit der Nummer 7028.

In den 1950er Jahren waren die Pastellfarben besonders beliebt und passen sehr gut zu den neuen Formen. Hier einige Teile aus dieser Zeit in Hellgrün.

Es soll schon vorgekommen sein, dass man einem Lilienporzellanfan einen Augarten Salzstreuer als Lilienporzellan verkauft hat. Da die Marke wegen des Stöpsels oft nicht oder kaum sichtbar ist, kann man es auch niemandem verargen. Die Farbpalette erinnert ja doch etwas an das Lilienporzellan. Die Dekornummern sind nur zum Teil lesbar: lindrün 7009, gelb 7004, rosa 7001. Es sind also dieselben Nummern wie bei den neueren Melonentassen.

Wenn Sie sich für Lilienporzellan interessieren, hier die Links zu zwei interessanten Seiten:

Rene Edenhofer

Lilienporzellan

Art deco Mokkatassen

Verfasst 25. August 2011 von girafebleue
Kategorien: Mokkatassen

In den Anfangsjahren der Manufaktur entstanden neben den Serviceentwürfen auch einige Entwürfe für Mokkatassen. Man kann zwei Kategorien unterscheiden, jene mit zylindrischem Aufbau und jene mit konischer Form.

Mit der Zuordnung der Formnummern hatte ich einige Probleme, denn manche Tassen tragen keine Formnummer. Bei den konischen Tassen auf drei Füßchen haben, wenn überhaupt, nur die Untertassen Angaben über Form und Dekor.

Etwas unwissenschaftlich ordne ich im Moment die Tassen derart einer Formnummer zu, dass ich die Nummer wähle, die ich am häufigsten auf einer bestimmten Tassenform gefunden habe.

Die Tassen kommen mit unterschiedlichem Dekor vor, von einfacher Fondbemalung über Goldakzenturierung bis zu aufwändigen Dekoren und sogar Innenvergoldung. Die meisten Tassen sind pastellfarbig, es gibt aber auch kräftige Farben.

Bei der Form 07 fiel mir die Zuordnung leicht, denn alle Tassen dieser Form, die ich habe, tragen die gleiche Formnummer.

 

 

Auch bei der Form 08 ist die Bezeichnung einheitlich. Es ist eine konisch geformte Tasse mit eingezogenem runden Fuß. Ein Reliefband verläuft am unteren Teil des Konus und auf der Untertasse.

 

 

Form 09 hat eine gerippte Untertasse, die zum Teil auch für Form 11 verwendet worden ist, wie der rosa Unterteller andeutet, wo als Formnummer 09/11 angegeben ist.

 

 

 

 

Form 10 ist ähnlich der Form 08, der Stand ist jedoch etwas weiter im Durchmesser und der Schwung vom konischen Teil zum Stand verläuft flacher. Das Reliefband auf Tasse und Untertasse ist etwas einfacher gestaltet als bei Form 08.

 

 

Form 11 ist eine Mokkatasse auf drei Füßchen. Die Bezeichnung der Tassen (auf der Untertasse) ist jedoch nicht einheitlich. Die Untertasse der abricotfarbenen Tasse gibt als Formnummer 16 an, während auf der früher ausgeführten Tasse mit dem blauen Rand Nr. 11 aufscheint.

 

 

 

 

Auch diese gelbe Tasse weist die Formnummer 11 auf. Da sowohl diese Tasse als auch die oben abgebildete Tasse mit dem blauen Rand eine etwas anders geformte Untertasse haben, schließe ich daraus, dass die Untertasse mit dem radial ausgerichteten Rippenmuster ursprünglich für die Tasse Nr. 11 entworfen wurde, aber später durch eine ebenfalls passende Untertasse der Form 16 ersetzt wurde.

 

 

Insgesamt sind mir bisher in Verbindung mit Mokkatassen der Form 11 drei verschieden geformte Untertassen untergekommen. Als Formnummer ist 11, 16 und 11/16 angegeben.

Das Kaffeeservice Nr. 16 ist ein Entwurf von Michael Powolny. Gab es vielleicht auch ein Mokkaservice dieser Form, aus dem man die Untertassen entlehnt hat? Stammt der Entwurf für die Mokkatasse 11 ebenfalls von Powolny? Oder sollte man einer Tasse aus einer anderen Hand die Untertasse aus dem Powolny-Service zugeteilt haben? Die gerippte Wandung der Tasse 11, die an die Formen der Form 16 erinnert, und die Verwendung der gleichen Untertassen für beide Formen lässt mich vorsichtig vermuten, dass auch Form 11 ein Entwurf von Michael Powolny ist.

Form 12 ist wieder ähnlich den Formen 07, 08 und 10, mit eingezogenem runden Stand, einem gerippten Band oberhalb und einem spitz nach oben gezogenem Henkel.

   

Form 13 ist eine zylindrisch geformte Tasse mit spitz auslaufendem Henkel und eingezogenem gerippten Stand. Auch die Bezeichnung dieser Tasse ist unterschiedlich. Da in der Mehrheit jedoch Form 13 vorkommt, ordne ich die Tasse dieser Formnummer zu.

 

 

 

 

Die folgende Tasse trägt keine Formnummer. Da sie sehr gut in die Serie der obigen Mokkatassen passt und Nr. 14 eine Lücke bildet, ordne ich sie vorläufig dieser Nummer zu.

 

 

Wiener Gesellschaft von Freunden der Kleinplastik

Verfasst 23. August 2011 von girafebleue
Kategorien: Figuren

Einige Augarten-Figuren folgen nicht der sonst üblichen Nummernreihenfolge, so z.B. jene mit der Bezeichnung „Wiener Gesellschaft v. Freunden d. Kleinplastik“.

Die Dame mit Blumen hat die rote Dekormarke und die Pressnummer 10.

Der Flötenspieler und der Gitarrenspieler haben die Nummern 122 und 121.

Der junge Mann hat die Nummer 37 eingestempelt.

Unter der Marke, auf dem Foto kaum lesbar, ist eingepresst „K. H. Scholz 1928″.

Erwischt!

Verfasst 18. August 2011 von girafebleue
Kategorien: Figuren

Im Normalfall ist jeder Figur eine Nummer zugeordnet. Manchmal gibt es kleine Veränderungen im Lauf der Zeit. Zum Beispiel der Hirsch mit der Formnummer 1501 hatte ursprünglich einen aufwändiger ausgeführten Sockel als die heute produzierten Stücke.

Doch bei diesem Käuzchen ist nicht nur der Sockel, sondern die Figur selbst in zwei Varianten vorhanden. Einmal sitzt das Käuzchen einfach auf seinem Ast…

…und das andere Mal hat es gerade Beute gemacht und hält eine Maus in seinen Fängen.

Beide Figuren haben dieselbe Pressnummer 1809.

Tierfiguren mit Craqueléglasur

Verfasst 16. August 2011 von girafebleue
Kategorien: Figuren

Die Craqueléglasur entspricht wohl nicht mehr dem heutigen Geschmack. Ihre Produktion bei Augarten ist seit vielen Jahren eingestellt. Doch mit etwas Glück kann man hin und wieder ein Stück in Antiquitätenläden oder bei Auktionen finden.

Es gab mehrere Farben der Craqueléglasur. Bei diesen Hasen kann man die hellbraune mit der grauen Glasur vergleichen. Ein Click auf die Bilder zeigt sie im Großformat.

Eine meiner Lieblingstierfiguren ist der Esel von Michael Powolny.  Ihm steht das graue Craquelé hervorragend.

Auch für den Panther von Franz Barwig würde ich mir graues Craquelé wünschen, der hellbraune Farbton lässt das Craquelé gar nicht richtig hervortreten.

Auch der junge Bär von Ferdinand Opitz sieht mit der Craqueléglasur sehr hübsch aus.

Wandvasen

Verfasst 13. August 2011 von girafebleue
Kategorien: Vasen

Tags:

Wandvasen waren sehr beliebt in den Fifties, und auch bei Augarten gab es solche. Der Entwurf stammt von Usula Klasmann und wurde einfärbig und mit Dekor produziert.

Hier in Schwarz mit dem Dekor Nr. 6649/C.

Auf der Fensterbank

Verfasst 12. August 2011 von girafebleue
Kategorien: Blumenübertöpfe

So verschieden die Kakteen und anderen Sukkulenten sind, so verschieden sind auch ihre Übertöpfe.

Der Tephrocactus mit seinen papierartigen Stacheln sitzt in einem einfachen Craquelétopf, ebenso wie die kleine rotblühende Euphorbie.

Der hellgrüne Notocactus fühlt sich in einem weißen Übertopf von Otto Prutscher wohl, der auch für die kleine Sukkulente gut passt.

Für das stachellose Astrophytum und die Stapelie habe ich bunte Übertöpfe (Dekor 5449 von Franz Zülow) ausgewählt.

Die Lobivia, an sich eine blühfreudige Art, lässt sich Zeit mit der Blüte. Vielleicht wird sie der Topf mit den orangen stilisierten Blumen dazu anregen?

Der Stapelienableger hat den kleinsten Topf bekommen: Dekor Nr. 5476 mit einem hübschen Kaktusdekor.


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